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Kreis 34 Künstlervereinigung seit 1969

Jahresausstellung 2020

Jahresausstellung im Künstlerhaus Göttingen

Kein Weg führt am Orginal vorbei - Liebe Freunde/innen des Kreis 34,wir laden sie h herzlich zu unserer online Jahresausstellung 2020 ein.

Corona bedingt bleibt das Künstlerhaus geschlossen.

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Journalistin-Tina Fibiger für Kreis 34 Online Jahresausstellung 22.11.2020

Meine Damen und Herren, liebe Künstlerinnen und Künstler im Kreis 34 herzlich willkommen zu dieser besonderen Jahresausstellung Wir alle sind zurzeit als virtuelle Betrachter herausgefordert. Solange auch das Künstlerhaus für Besucher verschlossen bleiben muss, gibt es keine unmittelbare Begegnung mit Bildmotiven und Zeichnungen, Fotografien und Skulpturen. Sie kann wenn überhaupt nur online stattfinden. Auch bei der Jahresausstellung des Kreis 34 müssen wir uns die besondere Materialität der Arbeiten mit den ästhetischen und stilistischen Fragestellungen, die darin zum Ausdruck kommen, anders berührbar machen und sie auf uns wirken lassen: Gedanklich und assoziativ und dann um so mehr, was die Korrespondenz der Arbeiten untereinander angeht. Diese Korrespondenz setzt ja erst in dem Moment ein, wenn sie in den Räumen des Künstlerhauses aufeinandertreffen, um sich und uns wechselseitig zu inspirieren und zu beleben. Jetzt müssen wir uns bei der Spurensuche der Kamera anvertrauen und wie sie uns dieses vielstimmige Raumklima erschließt

Greta Mindermann- Lynen


„Streamen ist so, als wenn ich künstlich ernährt werde", mokierte sich vor wenigen Tagen der Intendant des Münchner Theaters am Gärtnerplatz. Mag sein, dass der kreative Nährwert, der sich über Bildschirm und Display vermitteln möchte, beschränkt ist. Aber hier zählt umso mehr die Bereitschaft, sich dieser besonderen Herausforderung unter Lockdown-Bestimmungen zu stellen. Sich quasi die Arbeiten gedanklich und emotional heran zu zoomen, um auf diese Weise in sie hinein zu hören, sie zu befragen und sich ihren mentalen Nährwert im medialen Raum zu erspüren. Der Betrachter wird zugleich zum Beobachter von weiteren Blickwinkeln und Sehperspektiven, wie sie die Videokamera einnimmt, damit es trotz der so genannten ,künstlichen Ernährung" möglich wird, die Arbeiten in dieser Werkschau umso intensiver mit den Augen zu berühren.Auf ein gemeinsames Leitmotiv hat die Künstlergemeinschaft in diesem Jahr verzichtet. Verworfen wurde auch die Idee, die pandemischen Monate und den Mangel an kulturellem Input zum Thema zu machen, um stattdessen dem ebenso beengenden wie beunruhigenden gesellschaftliche Klima demonstrativ zu trotzen. Natürlich lassen sich aus manchen Arbeiten auch die Lockdown-Erfahrungen herauslesen.Aber es ist eine selbstbestimmte Haltung, in der sich die Künstlerinnen und Künstler hier der quo vadis Frage stellen. Leidenschaftlich und aufrührerisch und in besonderer Weise auch introspektiv. Was möchte ich zum Ausdruck bringen, was treibt mich um und was gärt da an Themen und Motiven, die jetzt mitteilbar gemacht werden wollen oder eben erneut. Aus welchen Freiräumen lässt sich immer noch und weiterhin impulsgebend schöpfen und erst recht mit dieser berührenden Wirkung, die selbst die virtuellen Wahrnehmungsformatierungen zu sprengen vermag.

Mina Farjadi Ausschnit - Bild Acryl /Leinwand/ Collage 60 x 80 cm /Der Vogel


Gäbe es ein gemeinsames Leitmotiv für den Kreis 34 und seine produktive Bilanz für 2020, dann in der Frage, wie sich Nähe und Distanz in der kreativen Reflektion immer wieder befruchten und in jedem der Ausstellungsräume eine besondere Vielstimmigkeit erfahrbar wird. Schon die virtuelle Begegnung mit Greta Mindermann-Lynens Holzskulptur im weißen Saal lässt an eine Umarmung denken, mit der beflügelnden Wirkung, die aus dem schwarz gefleckten Stamm heraus treibt. Der Blick wandert zu den zerbrechlich anmutenden Steinskulpturen, die ebenfalls von Rissen und Wundmalen geprägt sind und eine innere Kraft behaupten, die alle äußeren Verwerfungen trotzt. Leuchtende Farbkontraste setzt die Künstlerin mit ihren Fotodruckcollagen, die den Titel „Farbe und Licht gegen den Winterblues" bekommen haben und sich wunderbar mit den Acrylliner Kompositionen von Andreas Tichy verständigen. Durch den Hinweis „futuristische Streetart“ lassen seine umtriebigen Figurationen auch an veredelte Graffitis denken , wie sie auf trüben Kulissen und grauen Fassaden ihre pointierten und aufmunternden Spuren hinterlassen. Gäbe es eine Nahaufnahme von Christiane Christens Blick auf Manila und seine sozialen Distanzen, wo sich hinter den baufälligen Hütten, die Hochhaussilouetten bis an die Wolkengrenze türmen, ließen sich dort vermutlich weitere schräge Vögel und farbige Ruhestörer an den Fassaden entdecken.Künstler sind immer auch Ruhestörer, wenn sie Seh-und Verständnisgewohnheiten unterwandern und wie Peter Malcher zum Sehen in ungewohntem Kontext aufruft. „Vertreibung der Geister" nennt er sein Portrait eines Fußballfans vor dem Hintergrund der Klosterruine Walkenried auf das sich der Betrachter fragt, welche historischen oder gegenwärtigen Geister er dabei kollidieren lässt. Hinter dem Titel „Urknall“ lauert bereits der nächste Hinweis, das sich der Kontext nicht nur Ansichtssache ist sondern im produktiven Sinne spekulativ und vieldeutig: „Was war zuerst, fragt der Künstler in diesem expressiven schöpferischen Panorama, „das Universum oder das Ei?“ Auf die bewegende künstlerische Korrespondenz im weißen Saal folgt ein Moment des Innehaltens im Eingangsbereich der oberen Galerieetage.Wie so oft bei Mina Farjadi geht es auch in ihren neuen Collagen um die vielen materiellen Fundstücke im Alltäglichen, die wie der Knopf, der Schlüssel oder der getrocknete Zapfen ein Stück Erinnerung bedeuten, die sich auch schöpferisch mitteilen möchte Die Ruhe im Verweilen bei dieser Collage von Mementos überträgt sich auch in den Säulenraum und die Begegnung mit den Farbräumen von Martina Böhminghaus.

Arash Garemani - Ganz nah - Fotografie

Der Blick möchte einfach eintauchen in die Blaustimmungen und Himmelsgewölk und den Spiegelungen von Nebellandschaften um dann in den zarten textilen Geweben von Anna Tarach in Blütenträume und luftige Farbpigment Fantasien zu begeben und dabei den Spuren von Garn in feinen Nähten und gestickten Mustern folgen.Wachsam halten die Metallskulpturen von Frank Helge Steuer hier die Stellung, bestärkt durch die flammend rote Fläche im Hintergrund, oder auch als Paar verwoben mit eingefärbtem Holz.Wie dünnhäutig muten dagegen die Körpersilouetten von Daniela Renneberg im großen Saal an, deren Köpfe offenbar nicht am vertrauten Platz verweilen wollen. Jetzt mögen auch die Gedanken einen Kopfstand wagen. Angesichts einer mitunter kopflosen Welt vermag dann vielleicht auch der Boden mit den Füßen mehr Halt versprechen als die müden Schultern, während das Gesicht Farbe bekennt, wütend und verletzt und auch im leidenschaftlich impulsiven Aufruhr.Hier kontrastiert Christiane Christens riesige Waldlandschaft mit den wärmenden Lichtstimmungen aus dem grünen Dunkel die auch assoziativ bewegende Atmosphäre, die Arash Garemani fotografisch in seiner Konzeptaufnahme mit dem Titel ,,Ganz nah" verdichtet. Er nimmt unmittelbar Stellung zu den Lockdown Szenario, den eingesperrten Wünschen und Sehnsüchten, wenn er eine junge Frau in edlem Design mit Maske, Schirm und auf einem Sofa posieren lässt: Wie sie vielleicht auch nach der Aussicht sucht, die hinter ihrem Rücken die Wand mit einer idyllischen Bergseelandschaft verziert.

Andreas Tichy - Intergalactic Paralello

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o.Titel Nr.1 -2020,Foto -Druck Collage und Mischtechnik,100x80cm

Unvollkommen 2020,weißer Speckstein,19x19x16 cm

Maria Truskolawska - Synapsen 1-4

Schon im nächsten Raum folgt unmittelbar der demonstrative Kontrast mit dem malerischen Aufruf von Maria Truskolawska ,Das Leben ist so bunt wie man es sich ausmalt“ und den Farbkörpern die das Licht bestürmen, um kraftvoll leuchtend auszuschwärmen und ihre Betrachter zu berauschen. Es ist auch eine poetische Stimme, die dann in dunkle Farbregionen, Schichtungen und Verwerfungen malerisch hinein lauscht.

Wolfgang Hiltscher

Auch wenn sich Wolfgang Hilscher einer sprachlichen Deutung seiner Komposition mit dem Titel „Resteverwertung.. irgendwie deep" lieber verweigern würde und deshalb auch den Kommentar eines Betrachters irgendwie deep“ schätzt. In die Ablagerungen einer erdigen Tristesse hat er eine getrocknete weiße Rose mit einer Papierhülle eingebettet, der man auch die Form eines abgerauchten Joints andichten könnte oder einen Vers von Rainer Maria Rilke, ganz im Sinne einer inspirierenden Restverwertung:" Rose, oh, reiner Widerspruch Lust, niemandes Schaf zu sein unter so viel Liedern“.

Friederike Hammer setzt auf eine symbolische Lesart, wenn sie ihre visuellen Erlebnisse in Mode, Kunst und Architektur jetzt mit Strukturen und mathematische Berechnungen kommentiert und schwarze Kohlestücke in geordneten Verhältnissen gruppiert. In diesen geordneten Verhältnisse, wie sie auch geometrischen Formen zugrunde liegen, begibt sich Bernd Michael Hoffmann mit Keil und Bogen auf Spurensuche in ihren Funktionalitäten und Bedeutungen. Auf der Leinwand begegnen sich Keil und Bogen wie Zuschreibungen auf Formen, die sich expansiv und aggressiv zuspitzen können oder inharmonischen Bewegungen mit integrativer Wirkung zirkulieren und ctuar der Leinwand wechselseitig überlagern. Zwischen diesenstrukturierenden malerischen Statements entfalten sich die Materialcollagen von Daniela Renneberg umso umtriebiger, wie sich im Aufruhr dieser oft spontan anmutenden Farbgesten entfalten. Auch im letzten Ausstellungsraum sind es die stilistischen Kontraste und die Vieldeutigkeit der Motive, die sich in ihrer Wirkung wechselseitig bestärken. Das geschieht in der Imagination von Geschichten, deren symbolische Bedeutung Roxana Zenhari in ihren Kaltnadelradierungen reflektiert. Wenn sie Zypressen Kopf stehen lässt und Wiedehopfe zur Seite stellt, die auf gute Nachrichten lauern. Ein kopfloser Hahn soll hier die Morgendämmerung verkünden, während ein Dämon im Wurzelwerk

Mina Farjadi -Upcycling 3 Objekt / Pappe / Kaffee/ Schnur 40x40 cm

der mittelalterlichen Sagenwelt schlummert. Und fast hat es den Anschein ob die Mythen selbst beim Anblick von Gebäudefassaden, auf einer veredelten Promenade oder entlang einer viel befahrenen Betonschneise nicht verstummen wollen. Sabine Schäfer betont die Schönheit der chaotischen Welt, der sie sich in ihren malerischen Momentaufnahmen widmet. Es sind reale Schauplätze, an denen sie die Betrachter verweilen lässt, wie auf der Suche nach einem Moment von Magie beim Anblick einer Eismeerlandschaft oder in der malerischen Erinnerung an einen besonderen Abschied.Mit der Gestalt, die scheinbar in Gedanken verweilt, wie auf der Suche nach einer Balance zwischen Innen- und Außenwelt könnte man sich jetzt auch erneut auf den Weg machen und diese virtuelle Galerie aus ihrem Blickwinkel erkunden. Sich auch dabei immer wieder überraschen lassen, wie sich in der besonderen Korrespondenz der 16 Künstlerinnen und Künstler aus dem Kreis 34, die sich an dieser Jahresausstellung beteiligt haben, die individuellen Motive im miteinander vertiefen. Selbst in der virtuellen Begegnung.Herzlichen Dank für ihre Aufmerksamkeit.

Einführung in die Jahresausstellung2020 für Kreis 34 - Tina Fibiger

Martina Böhminghaus

Ohne Titel  2 - 4/ Acryl /Leinwand /100 x 150  cm / 100 x 120 cm/Preis auf Anfrage / Preisliste

Frank- Helge Steuer

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Greta Mindermann - Lynen Skulptur Peter Malcher Malerei weißer Saal

Künstlerhaus Göttingen weißer Saal / Christiane Christen und Greta Mindermann - Lynen

obere Galerie Daniela Renneberg Arash Garemani

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Kreis 34

Künstlervereinigung seit 1969

Kein Weg führt am Original vorbei .

Friederike Hammer Künstlerin im Kreis 34

Between

In meiner üblich leichten Technik. Es soll symbolisch gelesen werden.

Acryl / Leinwand Kristal Steine / Schwarzkohle

120 x 90 cm

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Friederike Hammer setzt auf eine symbolische Lesart, wenn sie ihre visuellen Erlebnisse in Mode, Kunst und Architektur jetzt mit Strukturen und mathematische Berechnungen kommentiert und schwarze Kohlestücke in geordneten Verhältnissen gruppiert.

Wolfgang Hiltscher Künstler im Kreis 34

"Resteverwertung ...Irgendwie Deep..."


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Rose auf Leinwand montiert, Acryl, Kreiden, Asche, Draht, Papier


100 x 100 cm


Ich habe lange mit mir gerungen, halte es aber mit Gerhard Richter, der gemeint hat, dass über

Malerei reden insofern keinen Sinn macht, als Sprache all das ausschließt, was mit Sprache

nicht ausgesprochen werden kann. Das ist viel und wohl häufig das, was gerade das Tragende

eines Bildes ist. Indem es nicht versprachlicht werden kann, will ich mich folglich dem Versuch

der Versprachlichung des Bildinhalts jenseits des Sichtbaren verweigern und es bei einer

Darstellung des „Drumherums“ belassen.


Entstanden ist das Bild in einem mehrjährigen, oftmals unterbrochenen Prozess, der ganz

wesentlich und glücklicherweise begleitet war von einer Unzufriedenheit über das Bemühte in

meinem Tun und dem folgerichtigen Verwerfen dessen, was da von mir auf die Leinwand

gebracht wurde. Dieses Ringen, das mehrmalige Verwerfen und der Einschluss des

Verworfenen im Bild hat dem Ausdruck gutgetan und ich meine, dass Bild habe nun eine

gewisse Dichte und dennoch Ausgewogenheit von Nähe und Distanz. Insofern gibt es

genügend Raum für eigene Interpretationen der Betrachter*innen.


Der Titel „Resteverwertung – irgendwie deep“ ist einer Bemerkung im Freundeskreis

geschuldet, als erste sprachliche Reaktion beim Betrachten des Bildes. Er sagt viel aus, indem

er im Oberflächlichen verbleibt und eine versprachlichte Konkretheit in der Auseinandersetzung

mit dem Bild meidet. Insofern ist er sehr treffend.

Ich will es nun bei meinen Ausführungen belassen, um es nicht Gerhard Richter gleichzutun,

der zwar dem Reden über Malerei jeglichen Sinn abgesprochen, gleichwohl aber viel und gern

über sie geredet hat.



Martina Böhminghaus Künstlerin im Kreis 34

Zu Beginn nähere ich mich meinen Bildern vorsichtig.


Als erstes erhält die Leinwand einen dicken sahnigen Guss aus Gesso, einem gipshaltigen Gebinde, welches

den Farbpigmenten zu sanftem, tiefen Schein verhilft.

Danach trage ich 1-2 Farbtöne in unterschiedlicher Verdünnung auf , lasse sie trocknen und entscheide erst

danach über die nächsten 1-2 Farbtöne. Auch einige Aufträge später ist noch etwas vom ersten Farbauftrag

zu sehen.

So liegen stets mehrere Bilder in einem Bild übereinander, deren

Farben und Verläufe sich anziehen oder abgrenzen.


Teilweise arbeite ich auch Asche oder Sand mit ein, um Haptik zu erzeugen.

Mir ist nicht daran gelegen, etwas darzustellen oder abzubilden.

Farbräume, die wie Landschaften, Spiegelungen oder Himmelsereignisse erscheinen ,erzeugen Stimmungen

die für sich sprechen.



"Die Ruhe im Verweilen bei dieser Collage von Mementos überträgt sich auch in den Säulenraum und die Begegnung mit den Farbräumen von Martina Böhminghaus. Der Blick möchte einfach eintauchen in die Blaustimmungen und Himmelsgewölk und den Spiegelungen von Nebellandschaften. " - Tina Fibiger

Christiane Christen Künstlerin im Kreis 34

Seerosen , Mondnacht , Manila

Mondnacht

Das Bild entstand in Berlin im Februar 2020 aus Anlass des Projekts „in Gross“, bei dem wir 


als Gruppe von 6 Künstlern eine Woche lang in einem gemieteten Atelier in Berlin Charlottenburg malten.

Der Projekttitel bezog sich einerseits auf das in den Räumen des Ateliers mögliche großflächige Arbeiten, andererseits auf das Umfeld der

Großstadt. 


Besonders die Umsetzung meiner Spachteltechnik auf großem Format war für mich Anreiz und eine Herausforderung, der ich mich mit großen

Verputzer-Spachteln aus dem Baumarkt stellte. 


Die Technik des Spachtelns setze ich gerne ein, denn sie ermöglicht zufällige Ergebnisse, in die ich dann wieder steuernd eingreife.

Der Wald war bereits länger mein Thema, der Vollmond stand am 9. Februar groß über Berlin, den holte ich mit ins Bild. 



Abu Dhabi und Manila


Für das Thema „Soziale Distanz“ begab ich mich auf die Suche nach Bildern, welche die Gegensätze in der Gesellschaft beschreiben. Der

Kontrast von Hütten vor Wolkenkratzern zeigt anschaulich die weltweit immer weiter auseinandergehende Schere zwischen Reich und Arm.


Seerosen

In meiner Interpretation dieses klassischen Themas spielen die Seerosen nur eine untergeordnete Rolle. 


Mein Augenmerk liegt auf dem Licht hinter den Bäumen und dessen Spiegelung über der Tiefe des Wassers.


Auch hier habe ich durch Spachteltechnik dem Zufall eine Chance gegeben, um ihn dann nur dort zu korrigieren, wo es mir notwendig erschien.




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Mina Farjadi - Künstlerin im Kreis 34

Wie so oft bei Mina Farjadi geht es auch in ihren neuen Collagen um die vielen materiellen Fundstücke im Alltäglichen, die wie der Knopf, der Schlüssel oder der getrocknete Zapfen ein Stück Erinnerung bedeuten, die sich auch schöpferisch mitteilen möchte Die Ruhe im Verweilen bei dieser Collage von Mementos

Der Titel meines Bildes lautet „Ganz nah“ und ist während des Lockdowns im Frühjahr entstanden. Auch wenn viele das Thema „Corona“ wahrscheinlich satthaben, so ist es doch für dieses Jahr so prägend, dass ich es in meiner Arbeit aufgreifen wollte und mich dafür entschieden habe, dieses Jahr nur dieses Bild in der Jahresausstellung auszustellen. Es ist eine Konzeptaufnahme, jedes Detail ist bewusst gewählt. Eine Frau sitzt mit Maske in einem Wohnzimmer. Ihre Kleidung und Aufmachung stehen in einem starken Kontrast zu der biederen Umgebung, als sei sie gerade dabei gewesen, aufzubrechen, als habe sie eigentlich etwas anderes vorgehabt. Gestoppt, aus der Normalität gerissen, sitzt sie dort auf dem Sofa, als wolle sie es noch nicht wahrhaben. Vielleicht ist es auch einfach der Versuch, ein Stück Normalität aufrechtzuerhalten, nicht aufzugeben, sondern weiterzumachen. Der Schirm, den sie schützend über sich hält, dient hier nicht dem Schutz vor Regen oder Sonne. Die Handschuhe, die Maske und das Fernglas, alle schaffen eine Distanz zum Betrachter, lassen eine Anonymität entstehen. Das Bild wirkt dabei aufgrund der Farbwahl und Umgebung wie eine Fotografie aus vergangenen Zeiten. Darin spiegelt sich der Wunsch wider, die Situation bereits überstanden zu haben und nur noch im Rückblick darauf zu schauen.Die Frau sieht durch das Fernglas in die Ferne, hält Ausschau nach Normalität und der verlorenen Freiheit. Hier ist sie nur auf einem gestickten Bild im Hintergrund in Form einer Landschaft zu sehen. Auf einmal rückt dieser Wert, der lange Zeit als selbstverständlich galt, verstärkt in den Focus und in das Bewusstsein.Sie wirft einen Blick in die Zukunft, die ersehnte Freiheit „Ganz nah“ wirkt sie und doch so weit weg.

Arash Garemani Jahresausstellung 2020 Kreis 34


Ganz nah

Fotografie

Die Maße des Rahmens - 50x70 cm


Ganz Nah

Greta Mindermann-Lynen Künstlerin im Kreis 34

Fotocollagen / Skulpturen


Skulpturen:


Es geht um das Wechselspiel von Flächen, die gegeneinander stehen. Um Rundungen, die

in Wölbungen übergehen, Materialien, die dazu einladen, sie mit der Hand zu lesen. Ihre

Glätte oder Rauheit, die für Empfindlichkeit oder Stärke stehen. Es geht um Abgrenzungen,

um das Ausloten der verschiedenen Materialien, um Spurensuche, Freilegen von Schichten,

Vordringen in das Innere des Steines. Immer bleibt eine Ursprünglichkeit stehen, Spuren des

Steinbruches aus dem er kommt, Spuren von Ablagerungen durch Sedimente.


Holz wird beschnitten, gekürzt, behauen, naturbelassen oder geschwärzt, oder sogar

„vergoldet“, so kommt es zu neuen Aussagen. Immer sind die Formen abstrakt. Der Zufall

wird aufgenommen, Überraschungen zugelassen.

Gerne werden Fundstücke aufgenommen, gelagert, gewendet, bedacht, beschnitten, gekürzt,

geändert. Ohne Maschinen, mit den üblichen Bildhauerwerkzeugen, geht es um

Spurensuche, um freilegen von Schichten, vordringen in das Innere.


Zu meinen in der Jahresausstellung 2020 ausgestellten Skulpturen:


Stein kann sehr zerbrechlich sein, das zeigen die Stücke „geschichtet“ und „unvollkommen“,

deren Rissigkeit ins Auge springt. Nichts ist vollkommen, und trotzdem hat es eine Schönheit.

Zerstörungen können zu etwas Neuem führen, wie die Holzskulpturen zeigen:


„o.Titel Nr.2-2019“ ist ein durch Feuer geschwärztes Fundstück, wurde lediglich weiter

bearbeitet.

„o.Titel 2020“ wurde von der Natur zersetzt, durch ein reges Innenleben im Wald. Weiter

bearbeitet und veredelt strahlt es nun Ruhe aus.


Ich nehme gerne Zufälle auf, denn diese führen mich zu etwas Neuem.


"Schon die virtuelle Begegnung mit Greta Mindermann-Lynens Holzskulptur im weißen Saal lässt an eine Umarmung denken, mit der beflügelnden Wirkung, die aus dem schwarz gefleckten Stamm heraus treibt. Der Blick wandert zu den zerbrechlich anmutenden Steinskulpturen, die ebenfalls von Rissen und Wundmalen geprägt sind und eine innere Kraft behaupten, die alle äußeren Verwerfungen trotzt. Leuchtende Farbkontraste setzt die Künstlerin mit ihren Fotodruckcollagen, die den Titel „Farbe und Licht gegen den Winterblues" - Tina Fibiger


Daniela Renneberg

Na und

aus der Serie action , 2016

Materialcollage, Acryl auf Papier

210 x 190 cm, 4.800€



Daniela Renneberg


Was zeichnet einen Renneberg TM aus?


Der Blick für das Besondere, das Gesicht. Die Strahlkraft der Farben auf ungewöhnlichen Malgründen. Die Leichtigkeit des Strichs. Das experimentelle Spiel mit

Rackel, Pinsel, Keidepastellen & Acrylfarben aus reinem Pigment... Der Dialog, den ich mit den Gesichtern führe, überbordend in Action.


Ein echter Renneberg TM


Instagram Eintrag: Titel aus der Serie #action, #kreidepastelle und #acryl auf #packpapier ein echter #renneberg #leichtigkeit #strahlkraft #thebestofus Mitglied

@kreis34 #gradwanderer #klar #direkt #power #contemporayart #abenteuerdenken #expressiv #keck #fragil #subtil #offen #humor #tempramentvoll



Kreis 34 Jahresausstellung Künstlerhaus Göttingen

Sabine Schäfer


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Sabine Schäfer betont die Schönheit der chaotischen Welt, der sie sich in ihren malerischen Momentaufnahmen widmet. Es sind reale Schauplätze, an denen sie die Betrachter verweilen lässt, wie auf der Suche nach einem Moment von Magie beim Anblick einer Eismeerlandschaft oder in der malerischen Erinnerung an einen besonderen Abschied.Mit der Gestalt, die scheinbar in Gedanken verweilt, wie auf der Suche nach einer Balance zwischen Innen- und Außenwelt könnte man sich jetzt auch erneut auf den Weg machen und diese virtuelle Galerie aus ihrem Blickwinkel erkunden.

Frank - Helge Steuer Künstler im Kreis 34

Negative Schnittstellen / Shadows / Woman

Wachsam halten die Metallskulpturen von Frank Helge Steuer hier die Stellung, bestärkt durch die flammend rote Fläche im Hintergrund, oder auch als Paar verwoben mit eingefärbtem Holz.


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Bernd - Michael Hoffmann Künstler im Kreis 34


Thematisch-künstlerisches Arbeiten beinhaltet durchaus etwas Forschendes, wobei nicht die Ratio

sondern Intuition der Ratgeber ist. Folgende Beobachtungen habe ich gemacht: Das bogig Runde

entstammt dem Kreisbogen und repräsentiert das weiblich-Integrative, in sich Ruhende als eine immer

wieder in sich selbst mündende Linie. Das keilig Spitze wird durch zwei sich schneidende Linien (auch

gebogene) gebildet und verkörpert das männlich-expansive Voranschreitende. Das weiblich in sich

Ruhende kann auch Stagnation beinhalten, das männlich Voranschreitende Aggression bedeuten.

Die Formgebung von Keil und Bogen spielt sowohl in der Evolution der Natur als auch in der

zivilisatorischen Entwicklung des Menschen eine Rolle. In der Natur beispielsweise finden wir den Keil in

der Spitze der Pflanze, die durch die Erde dringt, von der Sonne gezogen, aber auch als wehrhafter

Stachel, im Horn des Büffels und in den Zähnen der Tiere. Der Bogen liegt den Sternen, Planeten und

ihren Bahnen zugrunde. Pflanzenstängel und Baumstämme, viele Körperteile und Körperformen sind

durch das bogig Runde geprägt.Oft tritt Keil und Bogen kombiniert, sich ergänzend auf, wie bei den Hörnern und Zähnen. In der

zivilisatorischen Entwicklung der Menschen findet man die Keilform in Werkzeugen und Waffen wieder.

Dem Rad, als bedeutendster Erfindung des Menschen und Element der Architektur liegt der Bogen zu

Grunde.

In meiner hier präsentierten Malerei gibt es neben der reduzierten Figürlichkeit des Vordergrundes die

verspielte Vielfalt des Hintergrundes.


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Bernd Michael Hoffmann mit Keil und Bogen auf Spurensuche in ihren Funktionalitäten und Bedeutungen. Auf der Leinwand begegnen sich Keil und Bogen wie Zuschreibungen auf Formen, die sich expansiv und aggressiv zuspitzen können oder inharmonischen Bewegungen mit integrativer Wirkung zirkulieren und auch wechselseitig überlagern.


Peter Malcher Künstler im Kreis 34

Sehen in ungewohntem Kontext



Titel : Vertreibung der Geister


Mimik wird, je nach Kontext, unterschiedlich interpretiert.


Das Foto eines Fußballfans währen eines Bundesligaspiels diente als Vorlage für das

Gesicht in diesem Gemälde, für den Hintergrund die Klosterruine Walkenried.


Eine weitere Assoziation entstand dann bei einigen Betrachtern dieses Gemäldes: „Der

Schrei“ von Edvard Munch. Das war von mir völlig unbeabsichtigt.


Acryl auf Leinwand 100 x 100 cm
 2019



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Anna Tarach Künstlerin im Kreis 34

Landschaften genäht.


Das Zweite leben von Textilen Gewebe neu zusammengenäht und gefärbt.


Andreas Tichy Künstler im Kreis 34


Durch den Hinweis „futuristische Street - art“ lassen seine umtriebigen Figurationen auch an veredelte Graffitis denken , wie sie auf trüben Kulissen und grauen Fassaden ihre pointierten und aufmunternden Spuren hinterlassen.

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Maria Truskolawska - Künstlerin im Kreis 34


Das Leben ist so bunt wie man es sich ausmalt .Die Farbe hat mich .

Roxana Zenhari - Künstlerin im Kreis 34

Das geschieht in der Imagination von Geschichten, deren symbolische Bedeutung Roxana Zenhari in ihren Kaltnadelradierungen reflektiert. Wenn sie Zypressen Kopf stehen lässt und Wiedehopfe zur Seite stellt, die auf gute Nachrichten lauern. Ein kopfloser Hahn soll hier die Morgendämmerung verkünden, während ein Dämon im Wurzelwerk der mittelalterlichen Sagenwelt schlummert.


Morgendämmerung auf der Zypresse.Kaltnadel und Collage40x26,5 cm

Wiedehopfe warten auf gute NachrichtenKaltnadel,40x28 cm,


Der Kaltnadeldruck beginnt mit einer Vorzeichnung auf Metall; seine eigentliche Geburt passiert,

wenn er aus der Radierpresse erscheint. Die beiden Kaltnadelarbeiten von Roxana Zenhari sind das

Ergebnis einer Überarbeitung an den Bildern, die durch Reprint und Collage in einem spontanen

Prozess vervollständigt werden.


Die Werke erzählen Geschichten mit einer symbolischen Sprache. Die Zypressen stehen auf dem

Kopf, der Hahn, der die Morgendämmerung verkündigen soll, wird mit abgetrenntem Kopf

gezeichnet. Neben der Wurzel einer Zypresse schläft ein Dämon und die Wiedehopfe warten immer

noch auf die gute Nachricht, die durch einen Hahn in der Spitze der Zypresse verkündet werden

soll.


Die Zeichnung des Künstlers wird diesmal mit den mittelalterlichen Motiven Dämon, Hahn und

Wiedehopf kombiniert, die uns ihre Klänge durch die Jahrhunderte zu vermitteln versuchen.


Die Hauptmotive des Bildes einen Kontrast zwischen Schwarz und Weiß bilden; ihre Wiederholung

erzeugen einen grauen Übergang zwischen Schwarz und Weiß und den farbigen Figuren.

Zusammen führen alle visuelle Elemente den Blick auf eine Reise durch das Bild.


Preisliste